Dünkirchen hat eine andere Vorstellung davon, wie man sein Abendessen einfängt. Während des Karnevals hält die Prozession vor dem Rathaus und der Bürgermeister und die Gäste werfen eingewickelten Hering in die Menge. Das Anlanden eines Kippers ist ein Preis für sich: Das örtliche Tourismusbüro beschreibt den Fang als fast wichtiger als den Verzehr.[1]
Die breitere Feier greift auf die Seefahrervergangenheit des Hafens zurück. Vor langen Kabeljau-Fangfahrten nach Island veranstalteten Reeder Abschiedsfeiern für ihre Besatzungen. Diese Versammlungen wurden mit den Festlichkeiten vor der Fastenzeit verwoben. Das Fischwerfen gehört zu einem späteren Kapitel; es ist nicht mit einem unveränderten Ritual der frühesten Reisen zu verwechseln.[1]
Und nun zur wunderbar lokalen Falte: Der gleiche Tourismusbericht zeichnet in Rosendaël und Saint-Pol-sur-Mer das Werfen von getrocknetem Fisch auf, aber in Bergues von Käse. In Malo-les-Bains werden Veilchen verteilt. Man muss nur ein wenig entlang dieser Küste gehen und schon ändert sich die Visitenkarte des Karnevals.[1]